Vor dem Welpenkauf gründlich informieren!

Vor dem Welpenkauf gründlich informieren!

Im Frühling boomt wieder das Geschäft mit Hundewelpen. Sie stammen vielfach aus unseriösen deutschen und ausländischen Massenzuchten. Sie werden nach oft tagelangen Transporten in Deutschland verkauft. Häufig werden sie über Kleinanzeigen oder im Internet angeboten.

Die Tiere leiden oft unter schweren Infektionskrankheiten wie Staupe oder Parvovirose oder Blutparasiten, da sie häufig nicht sachgerecht untersucht, geimpft und entwurmt wurden. Zudem zeigen sich im Heranwachsen oft schwerwiegende Erbdefekte oder auch Verhaltensstörungen. Diese zeigen sich in Überängstlichkeit, Unsicherheit gegenüber Alltagsgeschehen, Instabilität in ungewöhnlichen Situationen und nicht selten in Angst bedingtem Beißen.

Oft wird der Begriff „Hobbyzucht“ von Händlern benutzt.

Kaufen Sie nie aus Mitleid einen Welpen im gewerblichen Hundehandel. Damit wird dieses Geschäft nur angekurbelt und weitere Tiere müssen leiden. Und ein billiger Welpe kann sich als äußerst teuer entpuppen, wenn er krank ist und langwieriger tierärztlicher Behandlung bedarf.

Wenn Sie sich für einen Welpen entschieden haben, informieren Sie sich bei unseren Tierarztpraxen über seriöse Zuchten.

Lassen Sie grundsätzlich Ihren neuen tierischen Hausbewohner in Ihrer Tierarztpraxis untersuchen.

Übrigens: der Verband für Deutsches Hundewesen (www.vdh.de) liefert viele Tipps zum Hundekauf, eine Checkliste, mit der der Laie eine seriöse Zucht erkennt, sowie Adressen von Züchtern.

(Artikel wurde verfasst von Dr. Lioba Hoggenmüller, Waldshut)